Thujon

Etwa 50-60% der Terpene von Wermut bestehen aus Thujon. Die chemische Formel lautet C10 H16 O. Es gibt 2 Isomere: Alpha-Thujon und Beta-Thujon. Von der direkten Einnahme von Wermutöl ist dringend abzuraten, da gesundheitsschädlich!

  • Kleine Mengen können Schwindel und Kopfschmerzen auslösen.
  • Regelmäßige Einnahme können Krämpfe, epileptische Anfälle und Agressivität auslösen.
  • Große Mengen führen zu Wahrnehmungsstörungen, Halluzinationen, Gedächtnisverlust, Agonie und irreversiblen Nervenschäden.

Absinthe enthält allerdings keine bedenklichen Mengen an Thujon, so daß keine thujonbasierende Gesundheitsschäden infolge von Absinthekonsum zu befürchten sind. Thujon ist auch eine Substanz, die in vielen Kräutern (z.B. Salbei, Rainfarn, Thuja, Genipi oder Lavendel) zu finden ist - man kann also davon ausgehen, schon hier und da mit Thujon in Berührung gekommen zu sein, ohne sich darüber bewußt zu sein. Ein möglicher gemeinsamer Wirkmechanismus mit dem Cannabis-Wirkstoff Tetrahydrocannabinol über eine Aktivierung von Cannabinoid-Rezeptoren, der auf Grund entfernter Analogien der Molekülstruktur und klinischen Wirkungen vermutet wurde, konnte hingegen nicht bestätigt werden.