Pernod - einer der wichtigsten Namen, wenn es um Absinthe geht

Abram-Louis Perrenoud (1735-1811) kam von Joratel und ließ sich in Couvet nieder. Dort änderte er seinen Nachnamen in Pernod. In seinen Aufzeichungen von 1794 findet sich ein Absintherezept. Es lässt sich nicht mehr feststellen, ob es seine eigene Entwicklung war, oder das der Mutter Henriod. Er war verheiratet mit Suzanne-Esther Favre und hatte einen Sohn, Henri-Louis Pernod (1776-1851), dessen Name unauslöschlich mit Absinthe verbunden ist. Es ist bekannt, daß ein junges Mädchen namens Favre aus Couvet in Genf ein Elixier d'Absinthe kannte - in der Zeit als Mutter Henriod ihr Elixier in Couvet herstellte.

Im Jahr 1797 hatte das einstige Geheimrezept bereits einen gewissen Marktwert, denn immer mehr Leute schätzten seine heilsame Wirkung. Aus diesem Grund kaufte Major Daniel-Henri Dubied das Rezept von Mutter Henriod ab. Mit einer sicheren Spürnase für ein gutes Geschäft gründete Dubied (1758-1841) im Jahr 1798 mit seinem Sohn Marcellin und Henri-Louis Pernod eine Brennerei in Couvet. Zunächst wurde das Elixir d'Absinthe über Apotheken verkauft. Henri-Louis Pernod heiratete Julie Ducommun, mit der er einen Sohn (Edouard Pernod) hatte - dieser wiederum wurde wie sein Vater zu einem berühmten Absintheproduzenten und gleichzeitig Ursprung des Legler-Pernod und Gempp-Pernod Zweigs. Die Geschäfte liefen gut für Henri-Louis Pernod, so war die 8x4m große Hütte bald zu klein. Pernod siedelte 1805 ins benachbarte Pontarlier um, um dort eine richtige Großindustrie hochzuziehen. Da die erste Frau von Pernod früh starb, heiratete er 1807 die Tochter von Major Dubied - Emelie Dubied. Sie hatten einen Sohn Louis, der allerdings bereits mit 38 Jahren 1847 starb. Nachdem Henri-Louis Pernod 1851 starb, übernahm die Tochter und Ehefrau zweier Brenner die Geschäfte, bis sie sie an ihre Enkel Louis-Alfred und Fritz übergab.