Absinthe als Inspiration
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- Kategorie: Kunst
- Veröffentlicht am Mittwoch, 03. August 2011 15:46
- Geschrieben von Super User
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Sicherlich sind Künstler immer auf der Suche nach Inspiration, aber nur selten beflügelte eine spezielle Spirituose die Geister so wie es der Absinthe tat. Man kann schon fast davon ausgehen, daß fast alle namhaften Künstler zwischen 1860 und 1915 Erfahrungen mit Absinthe gemacht haben. Einige hat er inspiriert, andere hat er zum trinken verleitet. Es bleibt wohl immer eine Frage der Charakterstärke, ob man sich innerhalb eines gewissen Rahmens bewegt, oder ob man zügellos wird. Letzteres ist sicherlich ein Privileg der Künstler, das zeitlich völlig losgelöst zu sehen ist. Gerade auch in der heutigen Zeit spielen Drogen, Alkohol und Exzesse für große, populäre Künstler eine Rolle.
Es stellt sich die Frage, ob ein Künstler wirklich eine "Inspiration" aus Absinthe braucht, um ein Kunstwerk zu erschaffen, oder ob seine aussergewöhnliche Persönlichkeit dazu ausreicht. Wo hört Genie auf und wo beginnt der Wahnsinn. Machen wir uns nichts vor - nicht alle Künster des ausgehenden 19. Jahrhundert waren Säufer. Von Degas ist z.B. bekannt, daß er schon gerne von Zeit zu Zeit ein Glas Absinthe genoß, aber im Gegensatz zu Verlaine, die Grenzen kannte. Absinthe macht ganz gewiss nicht einem genialen Künstler aus einem unbegabten Menschen! Nähert man sich dem Werk eines Künstlers, der bekanntermaßen Absinthe getrunken hat, stößt man immer wieder auf die Zeichen von Wahnsinn und Tod. Allerdings scheint es eine große Anzahl von Freidenkern unter ihnen gegeben zu haben.

