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Seit der Legalisierung des Kultgetränks Absinthe in der EU (1998) und in der Schweiz (2005), ist es kein Problem mehr, eine Flasche zu erstehen.

Der klassische Facheinzelhandel bietet in der Regel nur ein beschränktes Produktsortiment an, da Absinthe sehr beratungsintensiv ist und sich andere Spirituosen mit größerer Marge, wesentlich leichter verkaufen lassen. Im Gegensatz dazu hat sich in den vergangenen Jahren ein reger Onlinehandel mit Absinthe entwickelt. Dort findet man eine schier unüberschaubare Anzahl an Sorten (2008 waren es bei einer Marktanalyse über 400 verschiedene Sorten).

Hier sollte man sich aber darüber im Klaren sein, daß viele Anbieter das Produkt als solches nur unter zweifelhaften Attributen anbieten. Seriöse Anbieter werben weder mit angeblich Halluzinationen auslösenden Substanzen, noch mit Alkoholgehalten jenseits der 80% vol.

Vereinfachtes Kalkulationsbeispiel:
Verkaufspreis einer Fl. Absinthe 0,7l-55% in einem Discounter: 9,99 €
./. MwSt 1,90 €
= Nettopreis: 8,09 €
./. Branntweinsteuer (13,03 €/l Reinalkohol) 5,01 €
= 3,08 €
./. Flasche, Etikett, Verschluß ca. 0,60 €
= 2,48 € bereinigter Preis für den Absinthe!
./. Produktionskosten
./. Herstellermarge
./. Großhandelsmarge
./. Einzelhandelsmarge
= die Kosten für 0,7l Absinthe

Es sollte auch jedem Verbraucher klar sein, daß Absinthe niemals ein Billigprodukt sein kann, wenn es gleichzeitig ein Qualitätsprodukt sein soll. Davon soll dann auch noch der Hersteller, der Großhandel und der Einzelhandel leben??? Wohl kaum. Für ein Qualitätsprodukt muß mindestens 50 Euro/l (je nach Alkoholgehalt) kalkuliert werden.

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